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Private Krankenversicherung für IT-Fachkräfte

Viele IT-Gehälter liegen über der Grenze, ab der du die gesetzliche Krankenversicherung verlassen darfst. Damit hast du eine Wahl, die die meisten Angestellten nie bekommen.
Diese Wahl ist aber keine, die du nebenbei trifft. Ein Wechsel in die private Krankenversicherung, kurz PKV, ist schwer rückgängig zu machen. Hier steht, wann sie sich lohnt, wann nicht und was im Alter auf dich zukommt.

Wer überhaupt wechseln darf

Als Angestellter kannst du in die PKV, wenn dein Bruttogehalt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt. Diese Grenze wird jedes Jahr neu festgelegt und steigt in der Regel. Entscheidend ist, dass du sie überschreitest, nicht um wie viel.
Selbstständige, Freiberufler und Unternehmer dürfen unabhängig vom Einkommen wählen. Wer als IT-Freelancer startet, steht also sofort vor der Frage.
Die Beiträge in der PKV hängen nicht von deinem Einkommen ab, sondern von deinem Alter beim Eintritt, deinem Gesundheitszustand und dem gewählten Tarif. Das ist der entscheidende Unterschied zur gesetzlichen Kasse.

Was für die PKV spricht

  • Kürzere Wartezeiten auf Facharzttermine, weil Behandlungen anders abgerechnet werden.
  • Leistungen, die die Kasse nicht oder nur teilweise zahlt: Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, hochwertiger Zahnersatz, Heilpraktiker, Sehhilfen.
  • Die vereinbarten Leistungen sind vertraglich zugesagt. In der gesetzlichen Kasse entscheidet der Gesetzgeber, was im Leistungskatalog steht, und der kann sich ändern.
  • Wer jung und gesund einsteigt und einen Teil des Beitrags für das Alter zurücklegt, zahlt über das Leben gerechnet oft weniger.

Was gegen die PKV spricht

  • Jedes Familienmitglied braucht einen eigenen Vertrag mit eigenem Beitrag. Die kostenlose Familienversicherung der Kasse gibt es in der PKV nicht. Bei zwei Kindern und einem Partner ohne eigenes Einkommen kippt die Rechnung oft.
  • Zurück in die gesetzliche Kasse kommst du nur unter engen Bedingungen. Ab 55 ist der Weg praktisch zu.
  • Die Beiträge steigen mit den Gesundheitskosten, nicht mit deinem Einkommen. Im Ruhestand zahlst du denselben Beitrag weiter, aber von einer kleineren Rente.
  • Vorerkrankungen können zu einem Zuschlag oder einer Ablehnung führen. Was heute in deiner Akte steht, kannst du nicht mehr ändern.

Worauf ich bei deinem Tarif schaue

  • Beitragsentlastung im Alter: ein Baustein, der deinen Beitrag im Ruhestand senkt. Je früher er läuft, desto wirksamer.
  • Selbstbehalt: senkt den Beitrag. Er muss aber zu deinen Rücklagen passen, nicht nur zur Rechnung auf dem Papier.
  • Leistungen bei Zahnersatz und Psychotherapie: genau die Bereiche, in denen günstige Tarife still gekürzt sind.
  • Offene Tarifwechseloption: damit du später innerhalb der Gesellschaft wechseln kannst, ohne neue Gesundheitsprüfung.
  • Deine Lebensplanung: Kinderwunsch, Familienplanung und ein möglicher Wechsel in die Selbstständigkeit ändern die Rechnung komplett.

Häufige Fragen zur privaten Krankenversicherung

Lohnt sich die PKV für mich als IT-Angestellten?
Ab welchem Gehalt darf ich in die private Krankenversicherung?
Komme ich später wieder zurück in die gesetzliche Kasse?
Was passiert mit meinem Beitrag im Alter?
Wie läuft das bei Partner und Kindern?
Ich bin schon privat versichert und finde meinen Beitrag zu hoch. Geht da was?

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